
Die Windstärke hat weltweit zugenommen – das meine ich nicht im meteorologischen Sinne.
Mehr leisten in kürzerer Zeit.
Arbeiten, hetzen, funktionieren. Private Termine, Sofort-Antworten, Dauerverfügbarkeit. Nebenbei die Nachrichtenflut. Ein Mix aus Krieg, Krisen, Katastrophen und Wut.
Als Extra gibt’s wenig Ruhe und Schlaf. Und wenn? Dann auch das bitteschön „effizient“.
Irgendwo dazwischen sind wir Menschen. Überfordert, erschöpft und manchmal ohne Mut. Wo bleibt da das wahre Leben? Das Echte?
Dennoch geht es weiter, immer weiter. Also passe auch ich mich in gewisser Weise an: Ich nehme mir den Adler zum Vorbild. Er fliegt nicht vor dem Sturm davon. Er stellt sich ihm. Er nutzt die Thermik um aufzusteigen und durchzudringen.
Der Adler fliegt höher, nicht schneller. Und der Blick von oben verändert die Sicht darauf, was unten wirklich wichtig ist.
Nicht die Lautesten oder Schnellsten fliegen am klügsten. Sondern die, die wissen, wann sie gleiten, wann sie kreisen und wann sie bewusst in den Sturm fliegen.
Herzlich, deine Issy Storm
